Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 24/21 - 03.09.2021

Eine Woche 2G: DGB sieht Regelung kritisch

Das 2G-Optionsmodell sorgt auch unter den Mitgliedern in Hamburgs DGB-Gewerkschaften für Verunsicherung.

Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger: „Beschäftigte berichten darüber, dass ihnen von Arbeitgeberseite Druck gemacht wird, den eigenen Impfstatus offen zu legen oder dass versucht wird, durch 2G andere Schutzmaßnahmen zurückzunehmen, weil ja dann alle geimpft seien. Problematisch ist auch, dass manche Beschäftigte gar nicht wissen, welche Rechte sie haben und womöglich ohne Lohnfortzahlung nach Hause geschickt werden, weil sie ihren Impfstatus nicht mitteilen. Die rechtlich unklare Lage sorgt für viel Verunsicherung unter den Beschäftigten.“

Der DGB Hamburg befürwortet ausdrücklich die Impfkampagne und rät jedem und jeder, sich impfen zu lassen. Wo Betriebsärzte in die Impfkampagne mit einbezogen werden, findet das ebenfalls die volle Zustimmung des DGB.

Die Information, ob jemand geimpft ist, unterliege jedoch wie alle anderen Gesundheitsdaten der Beschäftigten dem Datenschutz. Das darf sich auch in der pandemischen Lage nicht ändern. Gesundheitsdaten sind besonders sensible Daten, besonders intim und persönlich und die Gefahr ist groß, bei Bekanntwerden Nachteile zu erleiden. „Kein Beschäftigter darf hier unter Druck gesetzt werden und es darf nicht dazu kommen, dass Belegschaften gespalten werden“, so Karger.

Vielmehr sei es zwingend notwendig, dass sich die Arbeitgeber weiterhin den größtmöglichen Schutz für ihre Beschäftigten ermöglichen. Dazu gehörten zum Beispiel umfassende hygienische Maßnahmen und regelmäßiges Testen.


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