Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 08.09.2005

Bildungsempfehlungen für die KITAS

Qualität gibt es nur mit ausreichend und gut ausgebildetem Personal

Die heute von Senatorin Schnieber-Jastram vorgestellten Bildungsempfehlungen
für KITAS klingen gut, können aber unter den herrschenden Bedingungen kaum
umgesetzt werden.
Erhard Pumm, Vorsitzender des DGB Hamburg: "Wenn wie in Hamburg am Personal
gespart, die Arbeit verdichtet wird und reihenweise Ein-Euro-Jobber im
Bereich der Kinderbetreuung eingesetzt werden, bleiben diese
Bildungsempfehlungen auf dem Papier formulierte Zielvorstellungen."
In vielen KITAS ist die Personaldecke so sehr zusammengeschrumpft, dass die
Erzieher/innen oft schon mit der Grundversorgung der Kinder ausgelastet sind und
kaum Kapazitäten haben für Musik, Mathe- und Mal-Übungen, Ausflüge, Feste und Sport.
Zudem ist der Einsatz von Ein-Euro-Jobbern in Kindergärten keineswegs immer ,zusätzlich'. Es werden zum Teil reguläre Erzieher-Stellen ersetzt, was die Qualität
sinken lässt und ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Kindern
und Betreuern erschwert, kritisiert der DGB Hamburg.
"Mal abgesehen von dem arbeitsmarktpolitisch katastrophalen Verdrängungsprozess regulärer Arbeit: Die
Ein-Euro-Kräfte sind allenfalls angelernt und verschwinden nach wenigen
Monaten wieder. Wie soll da kontinuierliche, qualitativ gute Arbeit
stattfinden?", fragt Hamburgs DGB-Vorsitzender. "Wenn man es ernst meint mit
vorschulischer Bildung, muss man auch die passenden Rahmenbedingungen dazu
schaffen. Kinder brauchen einen guten Start ins Leben."

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