Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 16.06.2004

DGB-Jugend: Ausbildungspakt ungenügend, unverbindlich und teuer für den Steuerzahler

Scharfe Kritik äußert der Sprecher der DGB-Jugend Hamburg, Olaf Schwede, an dem zwischen Arbeitgebern und Bundesregierung geschlossenen Ausbildungspakt: "Das soll es jetzt wohl gewesen sein: Eine unverbindliche Absichtserklärung Ausbildungsplätze einzuwerben statt konkret welche bereitzustellen. Ähnliche Zusagen sind schon in der Vergangenheit von den Arbeitgeberverbänden nicht eingehalten worden." Schon heute finanziert der Staat zahlreiche bei Kammern und Wirtschaftsverbänden angesiedelte Ausbildungsplatzwerber - ohne ausreichende Wirkung. Bundesweit fehlen immer noch ungefähr 200.000 betriebliche Ausbildungsplätze. Allein in Hamburg sind es mehrere tausend.
Die Ankündigung im Rahmen des Ausbildungspaktes 25.000 einjährige Betriebspraktika auf Kosten der Bundesagentur für Arbeit bereitstellen zu wollen ist aus Sicht der DGB-Jugend ein schlechter Witz. "Auffangmaßnahmen und Warteschleifen, die vom Staat finanziert werden, gibt es heute bereits in großer Zahl," so Schwede: "Wenn anstatt einer gerechten Verteilung der Ausbildungskosten zwischen den Unternehmen und einem Recht auf Ausbildung für die Jugendlichen dieser Ausbildungspakt das Ergebnis sein soll, dann ist das mehr als enttäuschend. Ziel der Bundesregierung muss es sein, dauerhaft genügend Ausbildungsplätze für Jugendliche sicherzustellen. Dafür ist ein Umlagegesetz eine gute Grundlage."

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