Deutscher Gewerkschaftsbund

07.01.2013
Verse von Johannes Müllner (DGB-Senioren)

Wahljahr-Wahrheiten

Die Parteien stellten schon die Weichen:
Wie soll denn Deutschlands Zukunft sein?
Doch viele sehen schon jetzt düstere Zeichen:
Wer heute schlecht verdient, wird morgen Armutsrentner sein.

Gespalten ist die einst gelobte „ganz normale“ Arbeitswelt,
ein fester Arbeitsplatz ist Glücksfall und auch Rarität.
Wenn Dir die Leih- und Zeitarbeit auch nicht gefällt,
Du hoffst auf Festeinstellung und auf Solidarität.

Wer hat den Unternehmern diese Macht gegeben?
Mit der Belegschaftsspaltung wächst auch ihr Profit.
Die Zukunftsangst bestimmt das Niedriglöhnerleben,
und die Familie zittert ständig mit.

Prekäre Jobs und die Befristung sind die Armutsfallen,
Erbringen den Konzernen viel Gewinn.
Und viele schauen weg und lassen sich´s gefallen,
sie seh´n nur sich und auch im eig´nen Widerstand wenig Sinn.

Wer glaubt, dass ihm in Deutschland künftig nichts passiert,
der kriecht den Heuchlern auf den Leim.
Er glaubt´s noch nicht: Als Rentner wird sein Lohn halbiert.
Er hat dann eben Pech gehabt, wird dann im Alter ein Sozialfall sein.

Soziale Sicherheit in allen Lebensphasen zu erreichen.
Für dieses Ziel soll´n sich die Menschen engagieren.
Sich einzumischen und auch wählen geh´n, wär schon ein gutes Zeichen.
Konzerne und ihre Freunde würden dann vielleicht kapitulier´n.

HH, Dezember 2012
Johannes Müllner


Nach oben

Der DGB Hamburg bei ....

DGB HH bei Facebook Follow DGBHamburg on Twitter