Deutscher Gewerkschaftsbund

01.05.2013

Das war der 1. Mai 2013 in Hamburg

Kundgebung am Fischmarkt

Kundgebung am Fischmarkt DGB Hamburg

Rund 7.500 Menschen haben am Tag der Arbeit auf dem Fischmarkt, in Bergedorf und Harburg an den gewerkschaftlichen Mai- Demonstrationen teilgenommen. Unter ihnen war auch Bürgermeister Olaf Scholz.

Die zentrale Kundgebung des DGB Hamburg fand auf dem Fischmarkt statt. Hauptredner dort war Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). In seinem Redebeitrag bezog er auch Stellung zu den Themen Leiharbeit und Werkverträge und nahm dabei die Politik in die Pflicht: „Es ist die originäre Verantwortung des Gesetzgebers, die Voraussetzungen für faire Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen. In Zukunft muss gelten: Leiharbeit ist zu begründen, zu begrenzen und fair zu bezahlen. Genauso drängend ist es, dem Missbrauch von Werkverträgen und Befristungen vorzubeugen und die Umwandlung von Vollzeitstellen in Minijobs zu stoppen. Beides wird zunehmend genutzt, um Tarifverträge zu unterlaufen, um Betriebsräte und Gewerkschaften zu schwächen. Deshalb fordern wir ein echtes, volles Mitbestimmungsrecht der Betriebsräte bei Fremdbeschäftigung und Outsourcing.“

Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund ging auf die ungleiche Verteilung von Vermögen in der Hansestadt ein: „Sagenhafter, unglaublicher Reichtum liegt in Hamburg nur wenige Hundert Meter von erschütternder Armut entfernt. Und diese Kluft zwischen ganz reich und bitterarm wird immer größer. Dass mit dem Reichtum nicht zugleich – wie von der Verfassung gefordert - Verantwortung und Verpflichtung einhergeht, erleben wir gerade. Die Steuerbetrügerei ist nicht auf Einzelfälle beschränkt. Sie ist zur klassischen Oberschichtenkriminalität geworden. Wer als Hartz IV-Empfänger Termine beim Jobcenter vermasselt, wird empfindlich bestraft, Steuerflüchtlinge werden dagegen über das Vehikel Selbstanzeige für ihre dreisten Vergehen quasi noch belohnt! Wir machen mobil gegen solche himmelschreienden Ungerechtigkeiten.“

Marion Popken sprach auf der Kundgebung für die DGB-Jugend und blickte dabei auch die bevorstehende Bundestagswahl: „Wir wollen die Politiker und Politikerinnen nicht einfach nur so ihren Wahlkampf machen lassen. Wir wollen mitbestimmen. Deswegen habe die DGB-Jugend sechs zentrale Forderungen erarbeitet, mit der sie sich in den Wahlkampf mit einmischen wolle. Mit Bezug auf die für den 1. Mai angekündigten Aktionen von Rechtsextremen im Norden sagte sie: „Wir fordern alle  Menschen auf, sich Nazis aktiv in den Weg zu stellen und nicht schweigend zuzuschauen, wenn sie marschieren, hetzen und Menschen angreifen.“

 

Bildergalerie von der zentralen Mai-Demonstration und Kundgebung

 

Eindrücke von der gemeinsamen Brückenveranstaltung mit der Kirche im Anschluss an die Mai-Kundgebung


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