Deutscher Gewerkschaftsbund

10.03.2014

Protest von DGB-Senioren, Sozialverband und Landesseniorenbeirat gegen Schließung des Pflegeheims Lutherpark

Die geplante Schließung des Pflegeheims Lutherpark und die damit verbundene Kündigung der dort lebenden alten Menschen hat bereits großen Protest in den Medien bewirkt, wie zum Beispiel der Leitartikel des Hamburger Abendblattes vom 5. März "Wer hilft den Alten?" und die entsprechenden Leserbriefe. Am 6. März haben der Sozialverband Deutschland, der Landesseniorenbeirat und die DGB-Senioren in einem gemeinsamen Brief an die zuständige Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks gegen das drohende Aus für das Pflegeheim Lutherpark protestiert.

Daraus einige Zitate: "Gerade ältere Menschen haben ein Anrecht auf verlässliche Pflege in gewohnter Umgebung, denn sie sind bewusst in diese Einrichtung eingezogen, um an diesem Ort bis zuletzt bleiben zu können. Pflegen und Wohnen hat sich in unverantwortlicher Weise über die Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner hinweg gesetzt und die Andersnutzung des Pflegeheims mit Nachdruck verfolgt, um daraus einen wirtschaftlichen Vorteil ziehen zu können."

"Das zeigt einmal mehr, dass Privatinteressen in der unmittelbaren Daseinsvorsorge keinen Platz haben dürfen, damit die Würde des Menschen gerade in einer Situation sichergestellt wird, in der die Hilfsbedürftigkeit groß ist und die Kräfte für die Gegenwehr erlahmen."  "Wir bitten den ganzen Vorgang sofort zu stoppen und alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit die alten Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können."

"Betreiber wie Pflegen und Wohnen bedürfen offenbar einer nachhaltigen Aufsicht und Kontrolle. In diesem Zusammenhang drängt sich uns die Frage auf, welche Rolle die bezirkliche Wohn- und Pflegeaufsicht dabei gespielt hat..."


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