Deutscher Gewerkschaftsbund

Gedenken an die Besetzung des Gewerkschaftshauses durch die Nazis 1933

iCal Download

Im Jahr 1933 folgte dem „Tag der Arbeit“ eine Zäsur in der Geschichte der freien Gewerkschaften. Am 2. Mai stürmten Nationalsozialisten im ganzen Land Gewerkschaftshäuser, Büros und Wohnungen. Gewerkschafter*innen, die sich der Gleichschaltung der Gewerkschaften widersetzten, wurden verschleppt und gefoltert. Dieser Tag jährt sich nun zum 91. Mal.

Für uns ist dies Anlass zur Erinnerung – auch der selbstkritischen Erinnerung. Sie fragt danach, ob die Gewerkschaften mehr gegen den Nazi-Terror hätten ausrichten können. Wir erinnern uns aber auch an die vielen tapferen Gewerkschafter*innen, die für die Idee freier Gewerkschaften Repressalien, Folter und Tod auf sich genommen haben.

Die DGB-Gewerkschaften haben aus der nationalsozialistischen Verfolgung und Unterdrückung die Lehre der Einheitsgewerkschaft gezogen. Durch unsere Geschichte hat sich der Antifaschismus in das Grundverständnis der Gewerkschaften eingeschrieben. Für uns gehört es dazu, sich im Betrieb, in Dienststellen und auf der Straße gegen Rassismus und Ausgrenzung und für ein solidarisches und demokratisches Miteinander einzusetzen.

Um dieses Zeichen zu setzen, lädt der DGB Hamburg zu einer Gedenkstunde am 2. Mai um 17:00 Uhr vor dem Haus am Besenbinderhof 60 ein. Es sprechen Tanja Chawla (Vorsitzende des DGB Hamburg) und Detlef Baade (Sohn eines Widerstandskämpfers). Musikalisch begleitet Wolfgang Brandt die Veranstaltung.

Ab 18:00 Uhr lädt die DGB-Jugend zur Diskussionsveranstaltung „Machtergreifung der Nazis und die Rolle der Gewerkschaften“ mit Svea Gruber von der GEW in den Jugendraum ein.


Nach oben

Immer aktuell informiert ...

Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis